Am 17. Oktober 1707 machte sich eine Hochzeitsgesellschaft von Arnstadt aus auf den Weg in das drei Kilometer entfernte Dornheim. Bei den Brautleuten handelte es sich um Johann Sebastian Bach und seine Cousine zweiten Grades, Maria Barbara Bach. Die Freundschaft des jungen Bach zum Dornheimer Pfarrer Johann Lorenz Stauber war sicher der ausschlaggebende Grund, warum man die kleine Dorfkirche für dieses freudige Ereignis ausgewählt hatte. Trotz mehrmaliger Reparaturen befand sich Bachs Traukirche 1996 in einem so desolaten Zustand, dass sogar der Abriss erwogen wurde. Tatkräftige Bürger jedoch schlossen sich mit dem Ziel zusammen, das Bauwerk zu retten und ermöglichten so eine umfassende Rekonstruktion. Heute wird diese anerkannte Bach-Gedenkstätte jährlich von tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aufgesucht.